07 Aug

Das verschenkte Potential der EShops

Nach einer Studie von MarketingShepa scheint nicht jeder Shop den Kunden glücklich zu machen. Informationen, Hinweise, oder sonstige Angaben fehlen, oder verwirren den potenziellen Kunden und sorgen so für schlechtere Umsätze. Dabei ist es gar nicht so schwer herauszufinden, welche Angaben sinnvoll sind und welche nicht. Für die Studie wurden über 1800 Unternehmen unabhängig von Größe und Umsatz befragt und in einer Grafik zusammengestellt.

 

Das Ergebnis ist wie von uns erwartet in einem Satz zusammenzufassen: „VIEL BRINGT VIEL!“ Oder in anderen Worten ausgedrückt: „You have to spend money to make money!“
Hier aber noch ein paar Details:

 

1. Viel bringt viel!
Informationen über Preis, Beschreibung und Beschaffenheit ist bei fast allen Unternehmen gegeben, jedoch zeigen sich zwei Ausreißer. Videos scheinen noch nicht so stark vertreten zu sein, wie der Trend eigentlich erwarten würde. YouTube und Co. scheinen hier schon einige Monate, vielleicht sogar Jahre voraus zu sein. Auch die Verlinkung zu fremden Webseiten ist verhältnismäßig gering, obwohl man doch eigentlich immer zu hören bekommt, dass ein gutes Linknetzwerk von hoher Bedeutung ist. Dabei sollte man allerdings vorsichtig sein, denn wenn potenzielle Kunden auf andere Seiten weitergeleitet werden, könnte man diese schnell verlieren und die Conversion Rate sinkt.

 

2. Lieferung / Versand
Die Angabe der Kosten, die ein Kunde für die Lieferung seiner gekauften Produkte zu tragen hat, ist natürlich Vorraussetzung für Vertrauen und Kaufabschluss. Erstaunlicherweise haben aber gerade die kleinen Shops diese nicht auf ihrer Seite. Gerade einmal etwas mehr als 10% sorgen für Klarheit. Dieses Verhalten sorgt für eine enorme Absprungrate kurz vor dem finalen Klick auf „Jetzt kaufen“. Auch wenn knapp 15% der Unternehmen einen kostenlosen Versand anbieten, macht das die Situation nicht besser.

 

3. Rezensionen und Ratings
Es ist seit einigen Jahren bekannt, dass ca. 25% der Bewertungen und Ratings durch Agenturen und nicht durch wirkliche Kunden verfasst werden. Mit etwas Fingerspitzengefühl und gesundem Menschenverstand kann man sich dennoch eine gute Orientierung verschaffen. In den kommenden Jahren ist abzuwarten, wie sich Technologien wie Augmented Reality entwickeln und uns beim Shoppen unterstützen werden.

 

4. Rückabwicklung und Vertrauen
Am Meisten erstaunt haben uns Themen wie Rückabwicklung, Kontaktdaten, Lieferzeiten und sogar Sicherheit bei der Bezahlung. Hier haben anscheinend alle Unternehmen enormen Nachholbedarf.

 

Zusammenfassung
Wie eingehend schon festgestellt: „Viel hilft viel!“ Liebe E-Shop Betreiber – nehmt doch mal etwas Geld in die Hand und seht zu, dass ihr eure Shops auf die Reihe bekommt. Die Kunden werden es euch mit Umsatz danken!