28 Aug

Die 6 größten SEO-Mythen

Es gibt viele Mythen um das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO). Grund dafür ist die Anzahl an Personen mit gesundem Halbwissen auf dem Gebiet. Der eine ließt mal einen Artikel und der andere probiert das eine oder andere aus einem Buch, oder einer Zeitschrift mal aus. Doch leider ändert sich in dieser Branche ununterbrochen etwas und macht die vielleicht sogar mal funktionierenden Maßnahmen zu kontraproduktiven Handlungen und sorgt in einzelnen Fällen sogar für monetäre Verluste. Selbst dieser Artikel kann schon heute wieder veraltet sein. Wir hoffen aber, dass diese wenigen Punkte für langfristige Klarheit sorgen.

 

1. Externe Links sorgen für ein schlechteres Ranking bei Google!
Das ist nicht so pauschal zu sagen. Externe Links (Backlinks) haben definitiv gute Auswirkungen auf das Ranking bei Google, denn je mehr Links auf ein Ziel verweisen (also Ihre Webseite), desto interessanter scheint die Webseite nach den Regeln von Google. Dennoch muss man sich genau anschauen, woher dieser externe Link kommt, denn auch die Referenz an sich interessiert Google. Es gibt durchaus Link Farmen, die eher einen negativen Einfluss haben könnten, ebenso wie Referenzen von Seiten, die nicht vertrauenswürdig scheinen. Daher wird um Vorsicht gebeten, denn nicht jeder Link ist ein guter Link.

 

2. Je mehr Keywords auf der Webseite, umso besser!
Bei der Keyword-Dichte handelt es sich um eine der hartnäckigsten Mythen, die wir immer wieder auf Webseiten vorfinden. Dabei ist seit 2009 das Keyword Mapping, also das Aufzählen von Keywords, bereits verboten und kann sogar zum Ausschluss bei Google führen. Ebenso sind Google, Bing, Yahoo! und Co. seit ein paar Jahren eher an Qualität der Inhalte und Texte interessiert und nicht daran, dass jedes zweite, oder dritte Wort ein Keyword ist. Auf den Inhalt kommt es an! Werden hier die Keywords in einem logischen Zusammenhang verpackt und bieten diese einen Mehrwert für den Leser, so erreicht man einen höheren Stellenwert (Ranking) bei Google. Professionelles Content Design sorgt für einen Mix aus Werbetext und Verleger.

 

3. Suchmaschinen lesen nur die ersten 5 Zeilen, weil es zu lange dauern würde, alles zu lesen!
Erstmal vorweg, Suchmaschinen lesen alles was lesbar ist! Dazu gehören Texte, Bilder, Videos, Audio und Code. Wie schon erwähnt kommt es aber auf die Inhalte an. Ein längerer Text (max. 300 Wörter) muss strukturiert sein, mit Überschriften, einigen Aufzählungen wenn notwendig, Absätzen und vielleicht auch mal mit einem Bild. Kurze Texte (100 Wörter) sind eher Teaser und haben einen beschreibenden Charakter. Hier gilt „weniger ist mehr“ und wenn es doch mehr werden sollte, dann hilft eine Verlinkung auf einen längeren Text. In Online Shops findet man zunehmend diese Vorgehensweise. Wirkliche Teaser mit Bild sollten hingegen auch nur einen Mini-Text von max. 25 Wörtern haben.

 

4. Meta-Keywords haben nach wie vor einen Einfluss auf mein Ranking!
2009 hat Google offiziell bekannt gegeben, dass die Meta-Tags nicht relevant sind, aber der Mythos lebt weiter, da viele Tools und Bewertungssysteme fehlende Meta-Tags im Header als Fehler deklarieren. Hier kann offiziell nachgelesen werden, dass dem nicht so ist.
https://googlewebmastercentral-de.blogspot.de/2009/09/google-verwendet-das-keywords-meta-tag.html
Allerdings ist es nicht schädlich oder nachteilig, diese eingepflegt zu haben. Mann sollte nur darauf achten, dass sie auch der Webseite entsprechen, denn nur weil Google Meta-Tags nicht mehr bewertet, heißt das nicht, dass Google sie nicht ließt.

 

5. Viele verschiedene Domains mit gleichem Ziel sind positiv für das SEO!
Leider ist das auch nicht so. Google indiziert natürlich jede Domain, aber es ist sicherlich nicht positiv, wenn Google sich nicht entscheiden kann, welche die Richtige für die eigentliche Webseite ist. So entscheidet sich Google dafür, jede Webseite nur einmal aufzunehmen und damit werden die Backlinks, die mühsam für eine der Domains erarbeitet wurden, unregelmäßig mit aufgenommen. Das reduziert die Wirkung der eigentlichen Webseite und sorgt eher für eine schlechtere Wahrnehmung und ein niedrigeres Ranking.

 

6. Doppelte Inhalte sorgen für mehr Sichtbarkeit!
Abschließend ist leider auch dieser Mythos nicht richtig. Es wird unbedingt empfohlen, Inhalte nicht zu kopieren und auf einer Unterseite wieder zu platzieren. Besteht so ein Fall häufiger und langfristiger, kann es gut sein, dass Google diese Inhalte nicht mehr indiziert und damit eventuell ein wichtiger Inhalt nicht mehr für die Suchmaschine relevant ist. Dadurch werden schwer erarbeitete Keywords reduziert und im schlimmsten Fall kann es bei mehrfachem Duplizieren sogar zum Ausschluss bei Google und Co. kommen.

 

Fazit
Suchmaschinenoptimierung ist eine Kunst für sich und kann oftmals durch Laien, die nicht ständig an dem Thema arbeiten, zu Missverständnissen führen. Daher ist es wichtig, sich nicht beeinflussen zu lassen und lieber jemanden zu fragen, der sich damit wirklich auskennt… Denn es ist auch ein Mythos, dass SEO teuer ist!