13 Nov

Ad-Blindness der Generation Z

Der digitale Wandel in unserer Gesellschaft ist nicht aufzuhalten. Digitale Technologien werden immer häufiger genutzt, wodurch Printmedien an Bedeutung verlieren. Dadurch wird auch der Bereich Online-Marketing immer umfangreicher und wichtiger. Die meisten Verantwortlichen im Marketing-Bereich fallen unter die sogenannte „Generation Y“, die Bevölkerungsgruppe, die zwischen 1977 und 1998 geboren ist. Um die noch digitalere Generation erreichen zu können, die sogenannte „Generation Z“, die ab dem Jahr 1999 geboren ist, spielen soziale Netzwerke eine große Rolle. Diese sind für die Teenager von heute nicht nur gelegentliche Freizeitbeschäftigung, sondern gehören mittlerweile zum Alltag. Über 40% sind täglich mehr als 3 Stunden im Internet aktiv. Doch wie kann man die Generation Z bei all dem Informationsüberfluss noch durch Werbung erreichen?

 

Werbung in der Gesellschaft
Täglich wird jeder von uns mit rund 3000 Nachrichten konfrontiert, wobei nur ein Bruchteil von 0,14% positiv in Erinnerung bleiben. Dabei kommt man auf ca. 4 Werbungen! Hier spricht man von der sogenannten „Ad-Blindness“ oder „Banner-Blindness“, das heißt, dass Internet Nutzer Werbung, vor allem in Form von Bannern, nicht mehr wahrnehmen. Grund dafür ist, dass die Werbemöglichkeiten enorm sind und niemand auf der Strecke bleiben möchte. Um bei all den Informationen nicht unterzugehen, schalten Vermarkter immer mehr und immer auffälligere Werbung. Entgegenwirkend sollte man sich mehr und mehr dem Bereich Content Marketing zuwenden.

Immer wichtiger werden hier Bilder als Kommunikationsträger. Texte sollten eher kurz gefasst sein, denn die Aufmerksamkeitsspanne der Generation Z liegt nur bei rund 8%. Ein weiteres Kriterium, um zu den Teenagern von heute durchzudringen ist eine gewisse Transparenz. Es wird viel Wert auf Sicherheit und Privatsphäre gelegt und die jungen Leute wollen beim Surfen im Netz die Kontrolle nicht abgeben.

 

Durch welche Mittel erreiche ich potenzielle Kunden?
Um auf lange Sicht eine intakte Geschäftsbeziehung mit Kunden eingehen zu können, muss von Anfang an eine interaktive Kommunikation bestehen. Über Social Media wie Facebook und Twitter erreicht man die jüngere Generation auf einer persönlicheren, vertrauenschaffenderen Ebene. Der Trend zeigt, dass auch neuere Plattformen wie „Snapchat“ an Beliebtheit gewinnen. Hier ist es wichtig zu erkennen, ob diese nur einen kurzfristigen Hype erleben, oder als langfristige Kommunikationsmittel dienen können. Auch die Zielgruppen der jeweiligen Netzwerke sind unterschiedlich und müssen genau unter die Lupe genommen und auf Relevanz geprüft werden.
Doch nicht alle sind nur in den Sozialen Netzwerken aktiv, weshalb Social-Media-Advertising nicht separat, sondern als Teil einer ganzen Kampagne betrachtet werden muss. Auch mobile Anwendungen, Emails und Webseiten gehören zu den wichtigen Kanälen. Optimierte Online Shops zum Beispiel bestechen durch Echtzeit-Personalisierung, wobei der Shop zu einer dynamischen Einkaufsplattform wird, der auf jeden Besucher individuell zugeschnitten ist.

 

Fazit
Auch in Zukunft bleibt die Entwicklung nicht stehen. Alle folgenden Generationen werden die Vorteile der Digitalisierung wahrscheinlich noch stärker wahrnehmen, als die aktuell jüngste Generation Z. Um den Faden nicht zu verlieren ist es essenziell, sich mit neuen Technologien und der jüngeren Gesellschaft auseinanderzusetzen und deren Bedürfnisse und Anforderungen gerecht zu werden.