29 Jul

Einfluss der Bezahlmethoden im Netz

Es kann so einiges schiefgehen, wenn Unternehmer im Internet Waren verkaufen. Dabei sehen gerade kleinere Onlineshops die Zahlungsabwicklung eher als Nebensache. Eine Ursache dafür könnte die große Auswahl an Bezahlmethoden sein. Shopbetreiber können mittlerweile nämlich zwischen über 100 Anbietern wählen!

Neben den klassischen Bezahlmethoden wie Kauf auf Rechnung, Kreditkarte, Lastschrift, Vorkasse und per Nachnahme wächst das Angebot an elektronischen Bezahlmethoden, z.B. Paypal, stetig. Auch Apple hat bereits den Dienst „Apple Pay“ vorgestellt, Samsung und Google werden damit auch nicht mehr lange warten. Vor Kurzem hat sich auch die Bezahl-Allianz „Gimp“ (Gesellschaft für Internet- und mobile Bezahlung) gebildet, eine Gruppe aus deutschen Banken, die den Dienst „Pay Direct“ ins Leben rufen will, um damit mit Giganten wie Paypal zu konkurrieren.
Bei diesem großen und immer weiter wachsenden Angebot an verschiedenen Bezahlmethoden ist es verständlich, dass so manch Einer den Überblick verloren hat und sich nicht weiter mit diesem Thema auseinandersetzen möchte. Jedoch sind Zahlungssysteme ein wichtiger Bestandteil des wirtschaftlichen Erfolgs eines Onlineshops. Denn nicht alle angebotenen Bezahlmethoden werden gleichermaßen vom Kunden akzeptiert.

  • Ca. 28% kaufen auf Rechnung
  • Ca. 22% per Lastschrift
  • Ca. 20% nutzen Paypal
  • Ca. 11% nutzen die Kreditkarte
  • Ca. 7% zahlen per Vorkasse

 

Welche Bezahlmethoden soll ein Webshop Betreiber nun anbieten?

Nicht nur Kosten der Zahlungsabwicklung und Risiko des Zahlungsausfalls spielen hierbei eine Rolle, wichtig ist vor allem, welche Zahlmethode der Kunde gerne benutzt. Die meisten wollen die Ware erst einmal sehen, bevor sie dafür bezahlen. Mehr als 80% der Nutzer brechen einen Kauf ab, wenn der Shop nur Vorkasse anbietet. Jedoch ist diese Art bei den Betreibern aufgrund des geringen Risikos sehr beleibt.
Viele Leute fühlen sich auch nicht besonders wohl dabei, ihre Kontodaten im Netz anzugeben. Ein Berliner Start-Up hat die Lösung Barzahlen.de ins Leben gerufen. Damit können Kunden ein Produkt im Internet bestellen, dieses in einem Geschäft per Karte oder bar zahlen und erst dann schickt der Shopbetreiber das Produkt zum Kunden. Der Dienst kostet 35ct. und 2,3% Provision pro Bestellung.
Es ist besser, den Kunden vor die Wahl zu stellen und mehrere Zahlungsarten anzubieten!
Um eine bestimmte Zahlmethode für die Kunden attraktiver zu machen, kann man diese vorauswählen oder gut platzieren, sodass sie gleich ins Auge fällt, oder aber nur dieser einen Rabatt zuweisen, wobei bereits 2% Nachlass die Akzeptanz beim Kunden steigern können.

 

Wie kann man die verschiedenen Bezahlmethoden in einen Shop integrieren?

Für kleinere Onlineshops bieten sich PSPs (Payment Service Providers) an. Dabei kann sich der Händler genau die Zahlungsarten aussuchen, die er möchte. Die Kosten für einen PSP können je nach Dienstleister stark variieren. Es kann auch sein, dass der Händler bei einer Bestellung doppelte Gebühren zahlen muss, einmal an den Bezahldienst selbst und zusätzlich an den PSP. Es lohnt sich deshalb, einen Experten zu Rate zu ziehen und verschiedene PSPs zu vergleichen. Sicherheitschecks in Sachen Zahlungssicherheit muss man in der Regel extra zahlen. PSPs können sich aber für den ein oder anderen Shop lohnen.

 

FAZIT

Lieber Shopbetreiber: Achten sie mehr darauf, was Ihre Kunden wollen. Bieten Sie nur eine einzige Zahlungsart an, müssen Sie mit einer hohen Absprungrate rechnen. Ziehen Sie neue Methoden in Erwägung und gehen Sie mit der Zeit. Behalten Sie jedoch immer den Faktor Sicherheit im Hinterkopf!