26 Jul

E-Commerce und Online-Shop – Was ist der Unterschied?

Schaut man sich in der Welt des Internets um, dann trifft man immer wieder auf die Begriffe E-Commerce und Online-Shop. Viele Menschen wissen jedoch nichts mit der Bedeutung dieser Begriffe anzufangen bzw. verwenden beides für dieselbe Sache. Dabei sind das E-Commerce und der Online-Shop zwei völlig verschiedene Dinge, die – auch wenn sie etwas miteinander zu tun haben – nicht ein und das selbe sind!
 
Im folgenden erhalten Sie daher eine ausführliche Erklärung darüber, was die Begriffe E-Commerce und Online-Shop bedeuten und was die Unterschiede sind.


 

Der Online-Shop

Der Online-Shop dürfte Ihnen, wie den meisten Nutzern des Internets, bereits ein Begriff sein. Er bezeichnet eine Plattform bzw. eine Website im Internet, auf der man online einkaufen kann. Das Angebot von einem solchen Online-Shop kann von einfachen Dienstleistungen über das Internet, wie zum Beispiel E-Books bis hin zu Häusern, Fahrzeugen oder Lebensmitteln reichen. Der Online-Shop beschreibt dieses Portal als Komplettpaket. Dieser stellt dem Interessenten also ein Portal zur Verfügung, auf dem er über das Internet online Einkäufe jeglicher Art tätigen kann. Der Online-Shop ist also ein Portal für den Verkauf an den Kunden, in gewisser Weise also ein Laden im Internet, wie es das Wort schon sagt. Wichtig ist dabei zu wissen, dass der Online-Shop eben nur das ist, aber nicht mehr. Zahlungsabwicklung, E-Mails und Rechungsstellung, auch wenn Sie Teil der Software des Online-Shops sind, gehören nicht mehr in diesen Bereich. Diese Dinge versteht man nicht unter Online-Shop, sondern unter E-Commerce.
 

Das E-Commerce

Das Wirtschaftslexikon Gabler definiert E-Commerce wie folgt:
Unter E-Commerce versteht man den Vertrieb über das Internet, also den elektronischen Vertrieb. Anders als der Online-Shop ist der Shop zwar Teil des E-Commerce, ist jedoch nicht der einzige Faktor, der im Bereich E-Commerce für Sie interessant ist. E-Commerce umfasst nämlich das Gesamtpaket, also nicht nur den Shop, sondern auch die Kundengewinnung, das Marketing, Sonderangebote, Newsletter oder die Werbung bei Twitter und Facebook gehören genauso zum E-Commerce, wie entsprechende Verwaltungssoftware und CRM Systeme, die das Kundenmanagement und den Kontakt mit dem Kunden verbessern und – im Idealfall – dazu führen, dass der Kunde bei Ihnen kauft. Ebenfalls Teil des E-Commerce ist außerdem die Rechnungsstellung, ein eventueller After-Sales Service, sowie die Geschäftsabwicklung an sich. Wie wird gezahlt? Welche Möglichkeiten hat der Kunde, um sich mit Fragen oder Problemen an den Betreiber zu wenden? All diese Punkte sind Teil des E-Commerce.
Ein wichtiger Punkt ist, dass es bei dem Electronic Commerce eben um den elektronischen Handel und Austausch geht, nicht jedoch um den physischen. Das heißt: Während eine E-Mail oder ein Newsletter sicherlich zum Electronic Commerce gehören, sind Telefonate, Prospekte oder Flyer eher Teil des herkömmlichen Marketings und zählen nicht zum E-Commerce. Wie es hingegen bei dem Versand von SMS oder MMS Nachrichten aussieht, ist bisweilen noch umstritten. Es gibt sowohl Meinungen, die diese Form des Kontaktes zum Electronic Commerce zählen, als auch Meinungen, die diese Dinge eher in dem Bereich Mobile Marketing bzw. zu allgemeinen PR Maßnahmen zählen. Dieser Meinung schließen sich auch andere Quellen, wie etwa Wikipedia und Computer Fachleute an.
 

Die Unterschiede zwischen einem Online-Shop und E-Commerce auf einen Blick

Nach der oben genannten Erklärung liegen die Unterschiede zwischen dem Electronic Commerce und dem Online-Store nun auf der Hand:
Der Online-Store ist wie ein Laden im Internet. Er bietet dem Kunden ein Portal bzw. eine Plattform, um alle Art von Produkten und Dienstleistungen zu kaufen. Er stellt dem Kunden Produktbeschreibungen und Bilder zur Verfügung und bietet selbstverständlich die Möglichkeit, Produkte zu kaufen.
Die gesamte Kaufabwicklung, der Bezahlvorgang sowie die Werbung und etwaige After-Sales Betreuung sind nicht mehr Teil von einem Online-Shop. Also alles was über die einfache Shop-Seite bzw. das Angebot hinaus geht, ist Teil des Electronic Commerce.
In der heutigen Zeit sind beide Dinge jedoch in der Regel in einem System kombiniert. Das heißt, dass eine Online-Shop Software heute auch die Funktionen des Electronic Commerce beinhaltet. Die meisten Programme für Online-Stores werden heute insgesamt als E-Commerce Suite verkauft und nicht mehr als reiner Shop. Mit diesen Systemen erhalten Sie beides aus einer Hand. Der Kunde kann in Ihrem Online-Shop einkaufen, während entsprechende Tools und Zusatzfunktionen den Bereich des Electronic-Commerce abdecken. So erhalten Sie ein Komplettpaket und können mit nur einer Software beide Bereiche abdecken.
Es ist offensichtlich, dass ein Online-Store nur ein kleiner Part im großen Ganzen ist. Ohne Electronic Commerce könnte der Online-Store nicht funktionierien. Auf der anderen Seite hätte aber auch das Electronic Commerce ohne den Shop keinen Sinn, sodass das Eine nicht ohne das Andere agieren kann.

 
Kurz zusammengefasst kann man also sagen:
Die Plattform zum Einkaufen selbst bzw. die Website ist der Online-Shop. Alles was mit der Verkaufsabwicklung und Werbung zu tun hat ist hingegen Teil des E-Commerce und hat nicht mit dem eigentlichen Shop zu tun. In der heutigen Zeit wird die Software jedoch in der Regel zu einem Programm zusammengefasst, sodass ein Online-Store in der Regel auch E-Commerce Tools und Programme enthält. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass es sich bei beiden Begriffen um ein und dasselbe Thema handelt.
 
Quellen:
Gabler Wirtschaftslexikon – https://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/e-commerce.html

  1. Buske – Inhaber B&M Servicios T.I. – IT und Sicherheitsberater / Web Designer / Programmierer

Wikipedia – www.wikipedia.de